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AnfängerKonzepte·6 min

Die 68-95-99,7-Regel (Empirische Regel) erklärt

Meistern Sie die empirische Regel (68-95-99,7-Regel) für Normalverteilungen. Lernen Sie, wie Sie Wahrscheinlichkeiten schnell abschätzen und Ausreißer mithilfe der Standardabweichung erkennen.

Was ist die empirische Regel?

Die empirische Regel (auch 68-95-99,7-Regel oder Drei-Sigma-Regel genannt) ist eine Faustregel, die den Prozentsatz der Werte in einer Normalverteilung angibt, die innerhalb von 1, 2 und 3 Standardabweichungen vom Mittelwert liegen.

68 %

innerhalb von ±1σ

95 %

innerhalb von ±2σ

99,7 %

innerhalb von ±3σ

Visuelle Aufschlüsselung

The Classic Bell Curve

BereichProzentsatz
μ ± 1σ68,27 %
μ ± 2σ95,45 %
μ ± 3σ99,73 %

Praktische Anwendungen

  • Schnelle Wahrscheinlichkeitsschätzung:Ohne komplexe Berechnungen können Sie abschätzen, dass etwa 95 % der Daten innerhalb von 2 Standardabweichungen vom Mittelwert liegen.
  • Ausreißererkennung:Datenpunkte jenseits von 3σ treten mit weniger als 0,3 % Wahrscheinlichkeit auf und sind damit statistische Ausreißer, die untersucht werden sollten.
  • Qualitätskontrolle:Die Six-Sigma-Methodik nutzt die Regel zur Festlegung von Qualitätsschwellen und zur Erkennung von Prozessabweichungen.

Rechenbeispiele

Beispiel: SAT-Ergebnisse

SAT-Ergebnisse sind normalverteilt mit μ = 1050 und σ = 200. - 68 % der Ergebnisse liegen zwischen 850 und 1250 (±1σ) - 95 % der Ergebnisse liegen zwischen 650 und 1450 (±2σ) - 99,7 % der Ergebnisse liegen zwischen 450 und 1650 (±3σ) Ein Ergebnis von 1450+ platziert einen Schüler in den oberen ~2,5 % der Teilnehmer.

Einschränkungen

Gilt nur für Normalverteilungen

Die empirische Regel gilt NUR für Daten, die einer Normalverteilung (Gauß-Verteilung) folgen. Für schiefe oder nicht-normalverteilte Daten gelten diese Prozentsätze nicht. Überprüfen Sie immer, ob Ihre Daten normalverteilt sind, bevor Sie diese Regel anwenden.